Unwort des Jahres 2012: Netzgemeinde

“Die Aktion »Unwort des Jahres« möchte auf öffentliche Sprachgebrauchsweisen aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt den Blick auf sachlich unangemessene [...] Formulierungen, um damit zu sprachkritischer Reflexion aufzufordern.”

 

So steht das da unter auf der Unwort-Website und der Reflexionsaufforderung komme ich gerne nach: Es dürfte bereits im Februar amtlich sein, was im Dezember zum “Unwort des Jahres 2012″ gekürt werden muss: Nämlich der Begriff der “Netzgemeinde“.

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“Der Geist von ACTA” zu Gast beim Spiegel-Verlag (Update)

Mit einer Panel-Diskussionen ist das so eine Sache. Man weiß weder als Zuhörer noch als Panelist so richtig, was einen erwartet. Und das Schicksal einer solchen Runde hängt oft auch sehr an der Moderation. Beim Panel zum Thema „Social Media und Recht“  am 15.2. im Hamburger Spiegel-Verlag waren entsprechend Licht und Schatten eines solchen Formats zu bewundern.

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Social Media & Recht: Panel am 15.2.2012

Seit dem 13.2. läuft die “Social Media Week 2012“. In deren Rahmen findet am 15.2.2012 im Spiegel-Verlag ein Panel (früher sagte man dazu: “Podiumsdiskussion”) zum Thema “Social Media & Recht” statt – und zwar mit Nina Diercks (@socialMediaR_HH), Henry Krasemann (@henrykrasemann) und meiner Wenigkeit (aka @radirks).Gastgeber ist SpiegelOnline in Gestalt von Heiko Hebig (@heiko). Sicherlich werden eine Menge actuella aktueller Dinge erörtert. “ACTA” könnte eines sein, die Sache mit diesen Abmahnungen ein anderes. Und wer “Henry Krasemann” liest, weiß, dass das Thema “Datenschutz” auch nicht weit sein kann. Näheres zum Panel und zu Anmeldemöglichichkeiten pp. gibt es hier zu erfahren.

Darüber hinaus gibt es übrigens noch jede Menge anderer spannender Veranstaltungen, wie sich dem Programm entnehmen lässt. Wer aus der Ferne zuschauen möchte: Der twitter-Hashtag lautet “#smwhh”.

Ganz, ganz schlimm, dieses Urheberrecht

Gestern war ich mal wieder an einem schleswig-holsteinischen Amtsgericht in einer Urheberrechtssache unterwegs, was manchmal kein ganz leichtes Unterfangen ist. Der Sachverhalt war eigentlich relativ einfach gestrickt. Mandant malt Bilder, ein Dritter bekommt eine Kopie geschenkt, druckt sie dann ungefragt in einem Bildband ab. Ein “Vierter” kommt in Besitz des Bildbandes und stellt die Bilder online. Und da saß er nun, der beklagte “Vierte”. Weiterlesen

Megaupload und die Piratenjäger

In der vergangenen Woche saß ich wieder vor einer Kamera, und zwar, wie öfter mal, vor der von Herrn Krasemann.

Der ist nämlich so freundlich, für die Spieleplattform “GamersGlobal.de” eine Rechts-Videokolumne zu gestalten und hat mich für die erste Folge eingeladen, ihn zu unterstützen, was ich gern getan habe.

Es geht um die Durchsetzung von Rechten nach dem Urheberrechtsgsetz im Internet im Allgemeinen und um die Sorgen ehemaliger Megaupload.com-User im Speziellen.

Achso: Wer das interessant findet, möchte vielleicht auch zur CeBit kommen, wo Krasemann und ich uns mit einem ähnlichen Thema live vor Publikum befassen.

“Den Verfassungsschutz eines Rechtsstaats

… wünscht man sich effizient, unideologisch und ruhig ein wenig demütig. Alle Geigerzähler müssen jedenfalls ausschlagen, sobald er sich dem Parlament nähert – der Legislative –, in dem die Vertreter des Volkes sitzen, dessen Verfassung er zu schützen hat. Die Verfassung, nicht die Mehrheitsmeinung, nicht die Regierung, nicht das Vernünftige.”

Das schreibt Miriam Lau in der ZEIT vom 26.1.2012 (und hier auch auf Zeit Online), und wenn man das irgendwo unterschreiben könnte, würde ich sofort das tun.

Wer glauben kann, braucht keine Gutachten

Die Speicherung von Telekommunikationsdaten ist unverzichtbares Mittel bei der Aufklärung von Verbrechen und rettet im Ergebnis sogar Menschenleben – Dieses Mantra hört man von Seiten der nachgeordneten Stellen Deutscher Innenministerien stets, wenn es um die Vorratsdatenspeicherung geht. Wissenschaftliche Gutachten, die das Gegenteil nahelegen, darf man dagegen getrost als “Rausgeschmissenes Geld” betrachten.

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Ja.

Der Kollege Stadler stellte vor einigen Wochen in seinem Blog die Frage danach, ob der “Verfassungsschutz” nicht insgesamt abgeschafft werden könne oder sogar müsse. Ich denke, nachdem nunmehr bekannt wurde, dass flächendeckend demokratisch gewählte Abgeordnete durch den Inlandsgeheimdienst “beobachtet” werden (was zum Glück nicht nur bei den Betroffenen Empörung hervorruft) sind wir in dieser Sache nun einen Schritt weiter.

Katze / Schwanz

“Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie würden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer selbst in höchstem Maße diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert werden..

so zitiert Spiegel Online heute aus der Begründung der “Unwort-Jury” für die Wahl des Begriffs “Döner-Morde” zum Unwort des Jahres. Nur folgerichtig und servicemäßig total super ist da natürlich die Verlinkung eben dieses Unworts auf eine Themenseite zu der von Neonazis verübten Mordserie, ebenfalls bei Spiegel Online. Die hat nun den ebenso originellen wie prägnanten Titel… Ach, na raten Sie doch alle mal mit!

Ja, genau richtig.