Über Stephan Dirks

Stephan Dirks, geboren 1975, aufgewachen in und bei Hamburg, ist Rechtsanwalt in der Kieler Sozietät STRUNK DIRKS + PARTNER | RECHTSANWÄLTE. Seit 1997 ist er "dauer-online" und hat seit dem verschiedensten Web-Projekte mit angestoßen, weiterentwickelt und begleitet.

Tödlicher Flashmob in Berlin-Neukölln

Interessantes erfährt man heute in der Online-Ausgabe der Süddeutschen. Da heißt es über einen Streit in Berlin-Neukölln mit tödlichem Ausgang:

“Was dann kam, heißt flash mob, per Handy sollen sich etwa 20 Leute verabredet haben. Ein Passant sah junge Männer aus türkischen und libanesischen Familien mit Messern und Knüppeln zu dem Haus laufen, in das Sven N. und Oliver H. geflohen waren.”

(Hervorhebung von mir).

“Mob”, das klingt ja schon mal wie ein fieser “Mob”, dachte da vielleicht der Autor und verfiel so einem klassischen false friend. Zumindest wollen wir das mal zu seinen Gunsten annehmen, und nicht gleich davon ausgehen, das ein böser Wille dahinter steht. Jedenfalls dürfte ein “Flashmob” oder “Flash Mob” auch in Neukölln selten tödlich enden und, zum Glück, eher so aussehen:

 

Des is doch koan Rassismus net!

Es wäre ungerecht, den deutschen Polizeigewerkschaften grundsätzliche Humorlosigkeit vorzuwerfen. Zum Beispiel, wenn sich deren Vorsitzende zu verfassungsrechtlichen Fragen rund um die Vorratsdatenspeicherung äußern, ist da ja gern mal ein echter Schenkelklopfer dabei. Allerdings, ab und zu haut man eben auch mal daneben: Dieser Kalender der Deutschen Poliziegewerkschaft für 2012 ist nämlich jedenfalls mal eines nicht: Witzig.

Weiterlesen

Kanonen auf Kinder (II)

Als hätte es BILD geahnt, wird jetzt endlich auch das böse Recht gegen die Kleinsten angewendet. Also, wenn man will: “Mit Kanonen auf Kinder” geschossen.

Hintergrund: Ein Thüringer Kindergarten hat mit seiner Namenswahl wohl eine Markenverletzung begangen. Das mediale Echo auf die nun erfolgte Abmahnung (inklusive “Traurige-Kinder”-Fotostrecke, versteht sich) lässt da natürlich genau so wenig auf sich warten wie die Entrüstung darüber, dass jetzt ausgerechnet die lieben Kleinen leiden sollen.

Gerade so, als stünden die Knirpse nun mit einem Bein im Knast bzw. praktisch vor dem Insolvenzrichter. Spiegel Online lässt aber dankenswerterweise Weise auch die Rechteinhaberin zu Wort kommen.

Weiterlesen

Mit Kanonen auf Elstern

Anlässlich eines Beitrags von “Bild.de” über die Empörung eines “Vereins mit 200 Mitgliedern”, der offenbar auf Grund einer Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen worden ist (und der die aufgelaufenen Kosten von für “ruinös” hält), möchte ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte zum Thema “Kanonen auf Spatzen” verlieren. Sowie auch: Über die inhaltliche Qualität des entsprechenden “BILDungs”-Beitrags.

Weiterlesen

Unwort des Jahres 2012: Netzgemeinde

“Die Aktion »Unwort des Jahres« möchte auf öffentliche Sprachgebrauchsweisen aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt den Blick auf sachlich unangemessene [...] Formulierungen, um damit zu sprachkritischer Reflexion aufzufordern.”

 

So steht das da unter auf der Unwort-Website und der Reflexionsaufforderung komme ich gerne nach: Es dürfte bereits im Februar amtlich sein, was im Dezember zum “Unwort des Jahres 2012″ gekürt werden muss: Nämlich der Begriff der “Netzgemeinde“.

Weiterlesen

Jurafunk Nr. 75: Präsidentenpoker

Das war knapp: Eigentlich war zu erwarten, dass bis zur Nominierung des Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten noch einige Zeit vergehen würde – so dass sich ein jurafunk zum Thema absolut anbot. Obwohl wir sehr, sehr schnell waren, wurden wir dann doch von der Realität eingeholt. Deshalb: Schnell den jurafunk Nr. 75 anhören, bevor das Thema vollends um die Ecke ist:

Audio-Clip: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt, um diesen Audio-Clip abzuspielen. Die aktuellste Version hier Herunterladen. Außerdem muss JavaScript im Browser aktiviert sein.

“Der Geist von ACTA” zu Gast beim Spiegel-Verlag (Update)

Mit einer Panel-Diskussionen ist das so eine Sache. Man weiß weder als Zuhörer noch als Panelist so richtig, was einen erwartet. Und das Schicksal einer solchen Runde hängt oft auch sehr an der Moderation. Beim Panel zum Thema „Social Media und Recht“  am 15.2. im Hamburger Spiegel-Verlag waren entsprechend Licht und Schatten eines solchen Formats zu bewundern.

Weiterlesen

Audio-Clip: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt, um diesen Audio-Clip abzuspielen. Die aktuellste Version hier Herunterladen. Außerdem muss JavaScript im Browser aktiviert sein.

Social Media & Recht: Panel am 15.2.2012

Seit dem 13.2. läuft die “Social Media Week 2012“. In deren Rahmen findet am 15.2.2012 im Spiegel-Verlag ein Panel (früher sagte man dazu: “Podiumsdiskussion”) zum Thema “Social Media & Recht” statt – und zwar mit Nina Diercks (@socialMediaR_HH), Henry Krasemann (@henrykrasemann) und meiner Wenigkeit (aka @radirks).Gastgeber ist SpiegelOnline in Gestalt von Heiko Hebig (@heiko). Sicherlich werden eine Menge actuella aktueller Dinge erörtert. “ACTA” könnte eines sein, die Sache mit diesen Abmahnungen ein anderes. Und wer “Henry Krasemann” liest, weiß, dass das Thema “Datenschutz” auch nicht weit sein kann. Näheres zum Panel und zu Anmeldemöglichichkeiten pp. gibt es hier zu erfahren.

Darüber hinaus gibt es übrigens noch jede Menge anderer spannender Veranstaltungen, wie sich dem Programm entnehmen lässt. Wer aus der Ferne zuschauen möchte: Der twitter-Hashtag lautet “#smwhh”.

Ganz, ganz schlimm, dieses Urheberrecht

Gestern war ich mal wieder an einem schleswig-holsteinischen Amtsgericht in einer Urheberrechtssache unterwegs, was manchmal kein ganz leichtes Unterfangen ist. Der Sachverhalt war eigentlich relativ einfach gestrickt. Mandant malt Bilder, ein Dritter bekommt eine Kopie geschenkt, druckt sie dann ungefragt in einem Bildband ab. Ein “Vierter” kommt in Besitz des Bildbandes und stellt die Bilder online. Und da saß er nun, der beklagte “Vierte”. Weiterlesen

Megaupload und die Piratenjäger

In der vergangenen Woche saß ich wieder vor einer Kamera, und zwar, wie öfter mal, vor der von Herrn Krasemann.

Der ist nämlich so freundlich, für die Spieleplattform “GamersGlobal.de” eine Rechts-Videokolumne zu gestalten und hat mich für die erste Folge eingeladen, ihn zu unterstützen, was ich gern getan habe.

Es geht um die Durchsetzung von Rechten nach dem Urheberrechtsgsetz im Internet im Allgemeinen und um die Sorgen ehemaliger Megaupload.com-User im Speziellen.

Achso: Wer das interessant findet, möchte vielleicht auch zur CeBit kommen, wo Krasemann und ich uns mit einem ähnlichen Thema live vor Publikum befassen.